Rückkehr an die Weltspitze nach sieben Monaten Verletzungspause

Am 5. Februar 2013 kehrte Nadal nach 222 Tagen Verletzungspause auf den Tennisplatz zurück. Beim Sandplatzturnier in Viña del Mar nahm er sowohl am Einzel- als auch am Doppelturnier – im Doppel trat er mit dem Argentinier Juan Mónaco an – teil und kam jeweils ins Finale. Bei den Brasil Open in São Paulo gewann Nadal am 17. Februar das Endspiel gegen den Argentinier David Nalbandian. Es war acht Monate nach den French Open 2012 sein erster Titelgewinn nach der Verletzungspause und sein erster im Jahr 2013.
Auch der März verlief äußerst erfolgreich. Am 2. März gewann er das Endspiel in Acapulco gegen seinen Landsmann David Ferrer mit 6:0 und 6:2, ohne im gesamten Turnierverlauf einen Satz abzugeben. Auch beim anschließenden Masters-Turnier in Indian Wells erreichte Nadal das Finale. Zuvor hatte er im Viertelfinale Roger Federer und im Halbfinale Tomáš Berdych besiegt. Mit 4:6, 6:3 und 6:4 bezwang er im Endspiel auch Juan Martín del Potro und gewann damit seinen dritten Titel in Indian Wells. In der Weltrangliste zog er damit wieder an David Ferrer vorbei auf Rang vier.
In Monte Carlo erreichte Nadal das neunte Finale in Folge im Fürstentum, unterlag jedoch nach acht Turniersiegen in Serie dem Serben Novak Đoković mit 2:6 und 6:7. Wie auch in den fünf vorangegangenen Turnieren erreichte Nadal in Barcelona das Finale. Er besiegte im Endspiel Nicolás Almagro mit 6:4 und 6:3 und feierte seinen achten Turniersieg in Barcelona und schon den vierten seit seinem Comeback im Februar. Bereits zwei Wochen später gewann Nadal mit einem 6:2 und 6:4 im Finale der Mutua Open in Madrid gegen Stanislas Wawrinka seinen insgesamt 23. Titel bei einem ATP-Masters-1000-Turnier. Den 24. Titel feierte er sogleich beim darauffolgenden Masters in Rom. Im Finale besiegte er Federer deutlich mit 6:1 und 6:3; es war sein 20. Sieg im 30. Duell gegen Federer.
Am 9. Juni 2013 gewann Nadal zum achten Mal die French Open, indem er Ferrer in drei Sätzen mit 6:2, 6:3 und 6:2 besiegte. Er stellte damit einen neuen Rekord in der „Open Era“ auf: mit seinem 8. Grand-Slam-Titel bei den French Open erreichte er die meisten Titel bei einem Grand-Slam-Turnier.
In Wimbledon schied Nadal in der ersten Runde aus, er unterlag dem in der Weltrangliste 130 Plätze hinter ihm geführten Belgier Steve Darcis in drei engen Sätzen mit 6:7, 6:7 und 4:6. Es war die erste Erstrundenniederlage bei einem Grand-Slam-Turnier in seiner Karriere. Im Anschluss gelang es Nadal als erstem Spieler seit Andy Roddick in der Saison 2003, die beiden Masters-Hartplatzturniere in Montreal und Cincinnati innerhalb einer Woche zu gewinnen. Damit baute er seine Hartplatz-Bilanz in der laufenden Saison auf 15:0 aus und stieg in der Weltrangliste auf Position zwei. Bei den US Open erreichte er mit nur einem Satzverlust das Endspiel. Dort bezwang er Novak Đoković mit 6:2, 3:6, 6:4 und 6:1 und gewann damit nach 2010 den zweiten US-Open-Titel seiner Karriere und den zweiten Grand Slam in dieser Saison.
Im Oktober 2013 zog Rafael Nadal nach der verletzungsbedingten Aufgabe Tomáš Berdychs im Halbfinale des Turniers in Peking ins Endspiel ein. Durch diesen Sieg sicherte er sich, erstmals seit Juli 2011, die Weltranglistenführung. Im Finale unterlag er Novak Đoković in zwei Sätzen.
Finaleinzug bei den Australian Open und neunter Titel in Paris (2014)
Rafael Nadal startete gut in die neue Saison. Gleich bei seinem ersten Turnierstart in Doha erreichte er das Finale, das er gegen Gaël Monfils in drei Sätzen gewann. Bei den Australian Open zog er ebenfalls ins Endspiel ein, in dem er auf Stanislas Wawrinka traf. Diesen hatte er bis dato in sämtlichen zwölf Aufeinandertreffen besiegen können, unterlag aber in dieser Partie mit 3:6, 2:6, 6:3 und 3:6.
Nach Siegen in Rio und Madrid ging er bei den French Open abermals als Topfavorit ins Turnier. Nachdem Nadal die letzten vier Duelle gegen Novak Đoković verloren hatte, traf er im Finale der French Open wieder auf den Serben, behielt jedoch dieses Mal mit 3:6, 7:5, 6:2 und 6:4 die Oberhand. Mit dem Sieg sicherte sich Nadal seinen neunten Titel in Roland Garros, was gleichzeitig den 14. Grand-Slam-Titel seiner Karriere darstellte. Dadurch zog er hinsichtlich gewonnener Grand Slams mit Pete Sampras gleich. Außerdem verteidigte er die Weltranglistenführung gegen Đoković und baute seine Bilanz bei den French Open auf 66:1 Siege aus.
Zum anschließenden Start der Rasensaison nahm Nadal in Halle teil. Als Erster der Setzliste hatte er zunächst ein Freilos, schied im Achtelfinale jedoch in zwei Sätzen mit 4:6 und 1:6 gegen Dustin Brown aus. Eine Woche später begann für Nadal mit Wimbledon das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres. An Nummer zwei gesetzt erreichte er dort mit drei Viersatzsiegen über Martin Kližan, Lukáš Rosol und Michail Kukuschkin das Achtelfinale, in dem er überraschend dem 19 Jahre alten Nick Kyrgios mit 6:7, 7:5, 6:7 und 3:6 unterlag.
Aufgrund einer Handgelenksverletzung musste Nadal seine Teilnahme an den folgenden ATP-Masters-1000-Turnieren in Toronto und Cincinnati sowie bei den US Open absagen, die er alle im Vorjahr noch gewonnen hatte. Er setzte in Peking die Saison fort, wo er im Viertelfinale Martin Kližan in drei Sätzen im Viertelfinale unterlag. Beim darauffolgenden Masters in Shanghai verlor er, geschwächt durch eine Blinddarmentzündung, bereits seine Auftaktpartie gegen Feliciano López. Im Anschluss sagte er die Teilnahme an den World Tour Finals wegen einer notwendig gewordenen Entfernung des Blinddarms ab. Er trat noch beim Turnier in Basel an, kam dort aber icht über das Viertelfinale hinaus. Am 3. November unterzog er sich der Operation in Barcelona.
Nadals bevorzugter Belag ist der Sandplatz, auf dem er die meisten Erfolge errungen hat. Aus diesem Grund wird er auch oft als Sandkönig (engl. king of clay) bezeichnet. Nadal gilt wie Roger Federer als besonders nervenstark und besitzt ein außergewöhnlich ausgeprägtes Antizipationsvermögen. Damit zwingt er seine Gegner zu einem offensiven und risikoreichen Spiel.
Nadals bevorzugter Belag ist der Sandplatz, auf dem er die meisten Erfolge errungen hat.] Aus diesem Grund wird er auch oft als Sandkönig (engl. king of clay) bezeichnet. Nadal gilt wie Roger Federer als besonders nervenstark und besitzt ein außergewöhnlich ausgeprägtes Antizipationsvermögen. Damit zwingt er seine Gegner zu einem ffensiven und risikoreichen Spiel.